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No Estimates

No Estimates heißt, auf Aufwandsschätzungen zu verzichten und stattdessen den Durchsatz zu messen. Die Arbeit wird so klein geschnitten, dass die Stücke ungefähr gleich groß sind, und dann wird gezählt, wie viele pro Woche fertig werden.

Geprüft am 2026-08-16 · Thomas Esders · CC BY-SA 4.0

Was das in der Praxis heißt

Der Ansatz ersetzt eine Vorhersage durch eine Messung. Statt zu raten, wie lange etwas dauert, siehst du nach, wie lange vergleichbare Arbeit zuletzt gedauert hat.

Praktisch heißt das: Schneide Stories so klein wie möglich, höchstens einen Tag Arbeit, und zähl dann, wie viele pro Woche durchgehen. Wenn es im Schnitt 8 sind und 24 im Backlog liegen, sind das 3 Wochen. Die Zahl beruht darauf, was ihr geschafft habt, und nicht darauf, was ihr euch zugetraut habt. Sie wird mit jeder Woche besser, weil die Stichprobe wächst.

Bedingung ist das kleine Schneiden. Sind die Stücke sehr unterschiedlich groß, sagt ihre Anzahl nichts.

Geschätzt wird trotzdem. Nur nicht mehr in Stunden.

Verwandte Begriffe

  • Siehe auchCycle Time – die Messung, die an die Stelle der Schätzung tritt
  • GegenstückVelocity – rechnet in geschätzten Punkten statt in Stücken