Little's Law
Little's Law beschreibt den Zusammenhang zwischen angefangener Arbeit, Durchsatz und Durchlaufzeit. Nicht als Erfahrungswert, sondern als mathematische Notwendigkeit.
Geprüft am 2026-08-16 · Thomas Esders · CC BY-SA 4.0
Was das in der Praxis heißt
Aus dem Gesetz folgt die Konsequenz, die den meisten Teams zuerst wehtut. Du kannst die Durchlaufzeit verkürzen, ohne dass irgendjemand schneller arbeitet. Fang einfach weniger gleichzeitig an.
Das erklärt auch, warum Appelle an mehr Tempo verpuffen, solange die Menge paralleler Arbeit gleich bleibt. Der Zusammenhang gilt unabhängig davon, wie sehr sich jemand anstrengt.
Die drei Größen sind angefangene Arbeit, Durchsatz und Durchlaufzeit. Zwei davon könnt ihr zählen, ohne irgendetwas zu schätzen. Die dritte ergibt sich. Mehr ist es nicht.
Genau deshalb ist das Gesetz das praktischste Werkzeug der Flow-Messung, das ihr habt: Es verlangt keine Annahme über Aufwand, keine Einigung über Komplexität und keine Schätzrunde, sondern nur zwei Zahlen, die ohnehin auf dem Board stehen.
Verwandte Begriffe
- Wirkt aufCycle Time – ist die Größe, die das Gesetz berechenbar macht
- Wirkt aufWiP-Limit – ist der Hebel, den das Gesetz begründet